Hier möchten wir euch einige unserer Schicksale, die wir schon erlebt haben, vorstellen. Leider sind die Tiere, die sich nicht wehren können oder bemerkbar machen können immer die Leidtragenden. Einige dieser Geschichten möchten wir hier vorstellen. Manchmal ist es unfassbar, wozu der Mensch fähig ist. 

ACHTUNG: Manche Bilder sind nichts für schwache Nerven!
Abgegeben wurden 2 Urlaubs Schweinchen, die vor 6 Jahren bei einer "Züchterin" gekauft wurden. 
6 Jahre lang wurde die Pflege der Tochter überlassen und 6 Jahre lang bekamen die Tiere keine ausreichende Pflege. 
Das Zahnproblem hatte man nicht bemerkt und der Fuß wurde irgendwann schon mal mit ein bisschen Salbe behandelt. 
Die Zahnbrücke hat schon in die Zunge geschnitten... Ein Wunder wie der arme Kerl noch fressen konnte.

ACHTUNG GEFAHR FÜR MEERSCHWEINCHEN! 

Aus gegebenem Anlass, möchten wir heute vor einigen sehr großen Gefahrenquellen warnen. 

Immer wieder sehen wir diese Dinge und möchten unbedingt davor warnen, nicht selten ernten wir dafür, dass wir uns sorgen und die Tiere vor schlimmerem bewahren wollen Ignoranz, Beleidigungen oder wir werden ausgelacht. 
Bitte nehmt es ernst, wir haben diese Dinge tatsächlich schon gesehen und auch teilweise leider schon erlebt. 
Eben weil man nicht damit rechnet, das sowas passieren kann! 
Bitte nehmt es ernst, es ist kein Hexenwerk, diese Dinge einfach nicht zu kaufen oder sie aus dem Stall zu verbannen! 

1. Heuraufen und Heukugeln aus Metall. Immer wieder sehen wir diese Teile in den Ställen hängen. Das Argument, wir hängen es hoch genug, damit keiner seinen Kopf rein steckt ist leider nicht wirklich hilfreich,  denn die Schweinchen können sich mit ihren Schneidezähnen in den Streben einhängen. Auch versuchen viele Schweinchen in die Raufe rein zu klettern oder oben drauf ins Heu rein zu liegen. Das ging leider schon sehr böse aus und kann Knochenbrüche, Quetschungen und allerlei andere Verletzungen mit sich bringen, die leider auch das Todesurteil sein können. 

2. Klappheuraufen aus Holz. Die Schweinchen haben leider den blöden Drang sich ins Heu setzen zu wollen. In diesen Klappraufen, haben sie da eine leichte Möglichkeit. Leider können diese Klappraufen zum einen zusammen klappen und es können Füßchen darin eingequetscht werden oder leider auch das ganze Schweinchen. Die Lücke nach unten ist leider auch so breit, das sie mit der Hüfte durch rutschen und ebenfalls stecken bleiben können. 

3. Häuser mit zu kleinem Eingang oder Fenstern. Auch hier besteht die Gefahr, dass die Schweinchen leider überall ihren Kopf durch strecken möchten, kommen sie nicht mehr raus, geraten sie in Panik und können sich dabei selber massiv verletzen oder sogar im schlimmsten Fall sich selber töten. Daher bitte immer alle Lücken, Abstände, Löcher, Spalten und auch die Querstreben in den Fenstern mancher Häuser nicht ausser Acht lassen. Entweder komplett zu machen oder die Öffnung größer machen, oder besser: Solche Dinge gar nicht erst kaufen und vorhandene Sachen verbannen. Auch wenn auf dem Bild ein Baby zu sehen ist, passiert das bei erwachsenen Schweinchen ebenfalls.

4. Klopapier- oder Küchenrollen. Immer wieder kommen die Leute auf die Idee, sie würden ihren Schweinchen mit den Klorollen etwas Gutes tun und ihnen Beschäftigung verschaffen. Leider kennen die Schweinchen nur einen Weg, und das ist nach vorne. Wir alle kennen die „lustigen“ Videos, wenn ein Tier mit dem Kopf in einem Behältnis steckt und nicht mehr raus kommt. Das selbe passiert einem Schweinchen, das an das leckere innere in der Rolle möchte. Kommt es rückwärts nicht mehr raus, sieht es vorne den Ausgang und will dort hin, natürlich geht das nicht und es rennt damit in Panik gegen etliche Gegenstände, bis es sich selbst erwürg und stranguliert hat! Wenn überhaupt, dann sollten diese Papprollen NUR unter Aufsicht und auch nur der Länge nach quer eingeschnitten angeboten werden!
Walburga kam mit ihrer Mutter zu uns nachdem noch ein weiteres Weibchen das dort lebte gestorben war. Die Schweinchen mussten in einem Meter-Doppelstockkäfig in der Kälte auf dem Balkon wohnen. Dass das nicht lange gut geht ist eigentlich logisch. Walburga hat den ganzen Bauch voller Tumore, daher bleibt sie als Patenschweinchen bei uns. Hilda hatte einen riesigen Harnstein der operiert werden musste. Auch Milben und Haarlinge wurden nicht erkannt. Nach den Tieren wurde nie geschaut und das kam dabei heraus.

Inzucht

Das kommt dabei raus, wenn Leute meinen sie müssten ihre Meeris vermehren ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, was alles passieren kann. Diese Babys sind Inzuchten die leiden mussten weil Menschen meinen sie wollen mal Nachwuchs haben... Solche Totgeburten gibt es übrigens immer dann, wenn man die Vorfahren der Elterntiere nicht kennt und sich mit der Genetik nicht auskennt.

Das ist eine sogenannte Steinfrucht. Ein Baby das im Mutterleib gestorben ist. Oftmals wird dadurch eine Fehlgeburt ausgelöst. Manchmal kann der Körper das aber auch verarbeiten bzw. resorbieren und mumifiziert das tote Baby zu einer Steinfrucht. Dies ist noch ein sehr frühes Stadium, wenn die Steinfrucht völlig mumifiziert ist sieht es aus wie eine getrocknete Pflaume und es ist nichts mehr zu erkennen. Dieses Baby war eines von 6 im Wurf. 1 Mädel war tot, die anderen 4 kamen gesund zur Welt. Die Mama hatte Glück, denn ein totes Baby im Mutterleib kann auch eine sogenannte Toxikose auslösen, also eine Schwangerschaftsvergiftung, die meisst tödlich ist.

Unbemerkter Harnstein von Weibchen Lillu die damit vermutlich mehrere Jahre leben musste, da es weder vom Besitzer, noch vom Tierarzt bemerkt wurde.

Flora wurde bei uns abgegeben mit dem Vermerk, dass sie ein bisschen Pilz auf der Nase hat. Wie sie hier angekommen ist? Die Bilder sprechen für sich. Voll mit Pilz und Milben und wenn sie sich kratzt schreit sie vor Schmerzen und bekommt eine Art epileptischen Anfall. Das Fell fällt ihr quasi mit Haut in Fetzen ab...

               Nicht behandelte Milben: 
Lea, unsere Mama mit 6 toten Babys, die den Kampf verlor...

Vor einigen Wochen rief mich ein junger Mann an, er habe 3 Weibchen abzugeben. Im Laufe des Gesprächs entschied er sich aber dazu, sie doch zu behalten und nach einer Beratung dann einen Kastraten dazu zu nehmen. Diesen konnte ich ihm aber leider nicht vermitteln, da der Käfig zu klein war. Er wollte sich um eine artgerechte Unterkunft kümmern und sich nochmal melden.

Gemeldet hat er sich nicht mehr. Bis JETZT!

Sie bekommen nun Nachwuchs in der Familie und die Schweinchen müssen nun doch weg, soweit kein Problem. Doch dann beichtete er mir, dass eines der Weibchen gestorben ist, nun aber dafür ein potenter Bock und ein Baby bei den anderen beiden Weibchen sitzt!

Äh wie bitte???

Er hat sich aus den Kleinanzeigen einen Kastrat geholt, der war kostenlos. HAHA, warum war der wohl kostenlos!!!???

Kastriert war er natürlich nicht. Das eine Weibchen ist vermutlich an der Trächtigkeit gestorben. Das jüngere Weibchen wurde gedeckt und hat ein Weibchen zur Welt gebracht. Da natürlich nicht getrennt wurde, ist die Mama wieder trächtig! Das andere Weibchen ist ca. 3 Jahre alt und seiner Aussage nach ja viel zu alt, also nicht trächtig! Dass es definitiv trächtig ist, habe ich ihm dann bei der Abgabe gezeigt. Und ein riesen Atherom hat sie auch, das ist aber erstmal nebensächlich.

Die arme Maus wird wahrscheinlich einen Kaiserschnitt benötigen, da mit 3 Jahren das Becken schon so verknöchert ist, dass es sich nicht mehr dehnen kann und die Babys stecken bleiben können.

Sie dachten die sei nur fett und viel zu alt.

Von Geld für Kastration des Bocks, Kaiserschnitt und Kastration der Babys wollte er nichts wissen. Er kann sie ja schließlich auch in den Kleinanzeigen verschenken oder verkaufen!

Wie blöd kann man eigentlich sein? Der pure Egoismus und dann noch rotzfrech sagen dass einem das Geld die Viecher nicht wert sind.

Lea hat leider 6 tote Babys zur Welt gebracht.

Es ist nun auch sicher, dass Hexe wieder trächtig ist!

Lea hat es leider nicht geschafft und ist heute Nacht in der Tierklinik verstorben. Abgesehen davon, was uns das wieder gekostet hat, kann man über so viel Dummheit der Menschen nur immer wieder den Kopf schütteln.

Vielleicht kann und möchte uns jemand mit einer Spende unterstützen?

Auch solche Schweinchen retten wir. Die Besitzer?        
Ohne Worte....

Neben der Gefahr von Marder, Füchsen, Ratten, Katzen, Greifvögeln und anderen Raubtieren gibt es noch einen Grund, warum wir in Aussenhaltung nur nach ausreichender Prüfung des Geheges vermitteln. Raubtiere wie Ratten kommen durch die kleinsten Löcher. Marder beissen Autokabel durch. Da sind die sichersten Ställe oft ein leichtes Hindernis.
Auch Menschen sind teilweise eine Gefahr!
Solche und ähnliche Meldungen häufen sich derzeit leider auch. 

Lycka

Lycka kam zu uns mit riesigen Zysten im Bauch, so dass schon der Darm abgedrückt wurde. Leider haben wir vergeblich versucht mit allen Mitteln die Zysten weg zu bekommen, doch uns blieb nur die OP für eine Überlebenschance. Das Schlimme daran war, das die Besitzer den dicken Bauch als ganz normal abgetan haben. Lycka musste mit den Zysten Jahrelang leben und hatte Schmerzen. Die OP an sich verlief gut, doch das alles machte ihr so zu schaffen, dass sie leider später doch starb da sie zu schwach war.

Das passiert mit Schweinchen, wenn sie in den Kleinanzeigen zu verschenken angeboten werden.... Schlangenbesitzer melden sich um kostenloses Futter für ihre Reptilien zu suchen. Natürlich geben sie sich nicht als solche aus, doch sind die Tiere einmal aus der Hand gegeben, hat man keine Handhabe mehr. Daher immer die Abgabe an ein Tierheim oder eine Notstation. In diesem Fall wollte die Schlange die Meerschweinchen nicht und der "Abgeber" bot sie als Frostfutter in einer Kleinanzeige an. Wie die Meerschweinchen zum Frostfutter wurden... Ich denke das möchte niemand genau wissen! Die Bilder sind Screenshots vom Handy der Kleinanzeige.

Deswegen bitte NIEMALS!!!! Klappheuraufen (Nicht bei uns passiert!)

Sternchen

Sternchen kam von einem Freizeitpark zu uns. Eine Mitarbeiterin konnte es nicht mehr mit ansehen wie die Tiere sich wild vermehrten und holte sie alle raus. Sternchen war eindeutig trächtig, doch damit hätten wir nie gerechnet. Sie bekam 7 Babys, alle um die 30g schwer. Leider haben nur 3 überlebt. Es waren Inzuchttiere und Sternchen war von den vielen Trächtigkeiten so schwach, dass sie ihre Babys viel zu früh bekommen hat. Sie hatte keine Kraft mehr sie bis zum Schluss auszutragen.

Wenn Leute nicht wissen was für Tiere sie halten

(2 unterschiedliche Kleinanzeigen):
Pilz an einem Auge bei einem Babyschweinchen

Sowas passiert bei Stress die die Tiere durch den Verkauf im Zoohandel haben. Die Tiere kommen viel zu früh von der Mutter weg und haben einige stressige Fahrten und Tortouren hinter sich.
Ingrid, ein Schweinchen mit schlimmer Geschichte......

Vor Weihnachten erhielt ich eine Anfrage von einer Dame, die im Rattentierschutz tätig ist. Ihre Schwester hat ein einsames Schweinchen, das in einem Minikäfig sitzt, welches sie nun endlich bereit ist abzugeben. Da sie sowieso bei den Eltern und der Schwester zu Besuch sei, würde sie es mir auf der Rückfahrt bringen, da es auf dem Weg liegt. Der Dame war es sehr wichtig, dass das Tier nur in gute Hände kommt, hat einige Notstellen angeschrieben und ich musste mich sogar rechtfertigen, warum ich nicht angeben würde welches Tier mit wem zusammen sitzt und die Tiere bei der Vermittlung ja ausseinander gerissen werden würden. Ich habe ihr das in Ruhe erklärt und sie entschied sich für mich. Vielleicht weil sie bei mir vermutet hatte nicht verurteilt zu werden, wenn sie mir ein krankes Tier bringt???

Ich fragte ob eine Spende möglich wäre, da ich keine Abgabegebühr verlange und das Schweinchen ja versorgen muss. Die Dame versprach mir, ihre Schwester um eine Spende zu bitten. 

Nun kam Ingrid bei mir an. Sie brachte neben einem großzügigen Taschengeld von 5 Euro, auch ein Kirschgroßes Geschwür im Ohr mit, das in den kompletten Gehörgang gewachsen ist und so stinkt, dass ich mir gar nicht groß zusammen reinem muss, warum die kleine nun weg musste. Es muss auf jeden Fall operiert werden. Abgesehen davon hat sie eine Blasenentzündung und Hormonprobleme von der Einzelhaft.

Auf die Nachfrage, ob man das nicht gesehen habe, kam die Antwort, dass die Schwester beim Tierarzt war, der habe es übersehen.... Gut, aber warum übersieht man das selbst?? Ich fragte nach, ob die Eltern wenigstens was dazu beisteuern würden, denn die OP-Kosten hätten sie selbst ja auch gehabt. Nun kommt die Antwort: "Meine Eltern sagen sie hätten das Tier einschläfern lassen oder zu einem Tierarzt in Rente gebracht der unter der Hand ab und zu noch behandelt weils da billiger ist. Ich selbst bin da raus, denn ich habe mit Meerschweinchen nichts am Hut"! Solch eine Aussage von einer Tierschützerin?! Es treibt mir die Wut in den Bauch wenn ich so etwas höre!

Bis heute haben die Leute nicht einmal nach Ingrid gefragt oder was zu ihrer OP dazu gegeben! Schämen sollten sich solche "Menschen"!

Ingrid hat ihre OP zwar gut überstanden, doch sie starb leider ein paar Tage später an Herzversagen.

Sunshine
Sunshine hatte schon bei ihrer Ankunft Durchfall. Wir haben das Problem schnell erkannt, das Schweinchen musste weg, da es nur noch Durchfall hatte und es natürlich eklig war, gestunken hat und lästig wurde. Der Durchfall kam davon, dass sie jahrelang falsch ernährt wurde mit Getreide und sonstigem Zeug das man ihr eben so gab. Der Darm war chronisch so kaputt, dass er sich nie mehr erholte. Sunshine starb nach vielen Versuchen den Darm wieder zu regulieren an Schwäche die der Durchfall eben mit sich brachte.

Leonie

Leonie kam total verfilzt, vermilbt, teilweise kahl, die Krallen zu Korkenziehern centimeterlang eingedreht und eingewachsen. Die toten Fliegen in den Filzknäulen haben zum Glück keine Eier gelegt. Gebracht wurde die kleine Maus in einem Putzeimer!!

Leonie konnte durch die langen Krallen vorne nicht mehr laufen, legte sich mit dem Oberkörper auf den Boden und schob sich mit den Hinterfüßen vorwärts. Sie war total verkrustet, hatte sich durch die Milben total wund gekratzt. Die Ohren voller Dreck und Krusten.

Sie ist sehr klein und hat eine leichte Kopfschiefhaltung. Trotz diesen Schlimmen Erlebnissen war dieses tolle Traumschweinchen so zutraulich und hatte die Hoffnung in den Menschen nicht verloren.

Abgabe von wunderschönen und "liebevoll" gepflegten Langhaarmeerschweinchen, so die ehemaligen Besitzer!
Metallkugeln, Klopapierrollen und Häuser mit zu kleinen Fenstern: 

Leider ist der Bericht nicht mehr online, diese Meeris mussten von der Feuerwehr aus der Kugel geschnitten werden! 

Bitte hängt keine Kugeln oder Heuraufen aus Draht in den Käfig. Die Tiere können sich mit den Zähnen einhaken und sich in Panik den Kiefer brechen und/oder die Zähne daran ausreissen. Auch Heuraufen in denen Füßchen stecken bleiben können oder die Köpfchen hindurchpassen sind sehr gefährlich! Auch Klappheuraufen sind eine große Gefahr!

Papprollen gehören ebenfalls nicht in die Nähe von Meeris, wenn sie mit dem Kopf stecken bleiben, dann wollen sie vorwärts wieder raus und strangulieren! Wenn überhaupt, dann nur unter Aufsicht und nur der Länge nach eingeschnitten.

Auch Häuser mit zu kleinen Eingängen und Fenstern sind gefährlich! (Nicht bei uns passiert!)

Die Schweinchen aus dem Kinderzimmer:
Ein Anruf einer verzweifelten Dame erreichte uns. Sie habe 7 Schweinchen in 7 Käfigen im Kinderzimmer ihrer Tochter, da sie sich alle nicht vertragen. Geschlechter wüsste sie nur von 2 sicher, da diese beiden die ganzen anderen gezeugt hätten. Selbstverständlich halfen wir der Frau. Auf nachfragen haben wir erfahren, dass an diesem Schlamassel eine bekannte Tierärztin Schuld war. Sie riet der Frau ein 4 jähriges Satinweibchen aus dem Tierschutz mit einem Bock aus dem Zooladen zu verpaaren. Die Frau erwartete natürlich eine saftige Vertragsstrafe und die Tierärztin eine Anzeige bei der Tierärztekammer. Die Jungtiere dieser beiden sind leider alle Satin oder Satinträger und haben Osteodystrophie.

Wieder mal ein Notfall der mich richtig wütend macht! Warum? 

Die Tiere gehen nur in allerbeste Hände, denn sie sollen es gut haben. Kaum zu glauben dass sie es irgendwo schlimmer haben könnten als hier.
Kein Wasser, kein Heu, kein Futter. Ein paar verschimmelte Karottenreste fand ich in einer Matratze voller Kot und Urin. 
Die Tiere standen auf dem Balkon in der Sonne. 

Die Schweinchen sollten Babys für die Schlange bringen, doch es waren immer nur tote Babys die geboren wurden, wen wunderts bei dieser Haltung??? 
Eigentlich sind wir voll bis unter die Hutkrempe, denn es ist Urlaubszeit, aber diese 3 konnte ich nicht dort lassen!

Die 3 sind sehr dünn, verängstigt und haben Parasiten! Ich hoffe und bete, dass Moggele nicht tragend ist und dass bei Miracoli alles in Ordnung ist, ihr sieht man den Babybauch schon an. Wir sind daher für jede Spende, für jede Gurke, Hilfe egal in welcher Form unendlich dankbar.

Miraculi hat leider 5 tote Babys auf die Welt gebracht. Die kleinen waren unterschiedlich groß und auch unterschiedlich weit entwickelt.

Ich hatte heute nicht einmal mehr die Kraft die Babys genauer anzuschauen.... Ich bin unglaublich wütend und sauer. Wie können Menschen nur so verantwortungslos und ignorant sein? Das wichtigste ist aber, dass es Miraculi bisher gut geht. Sie hat alle nötigen Medikamente und Aufbaumittel bekommen. Hoffen wir, dass sie es gut verkraftet.

Ich habe sie lange im Arm gehabt und ihr immer wieder zugeflüstert, dass ich ihr ganz fest verspreche dass sie nie nie nie wieder Babys bekommen muss.

Leider hat es nur Miraculi geschafft.

 Gefüllte Perinealtasche

Wilma

Wilma wurde bei uns abgegeben, da es zu viele Meeris waren. Sie bekam viele Knabberstangen und viel getreidehaltiges Trockenfutter, Brot und anderes Zeug. Sie starb jämmerlich an einer Leberverfettung!

Die Leber ist normalerweise nur halb so groß und nicht gelblich sondern rot.

Tequila

Tequila kam mit den Worten "die ist voller Tumore, die stirbt sowieso bald". Nach kurzem Check-Up haben wir die angeblichen Tumore als Zysten entlarvt und der Tumor an der Zitze war eine Entzündung. Aus der Zitze kam pures Blut und drohte zu platzen. Nachdem die Zysten behandelt waren, haben wir die Zitzenentzündung leider nur noch mit einer Amputation der Zitze in den Griff bekommen können. Leider war der Erreger so heftig, dass auch die OP-Wunde lange Zeit brauchte um zu heilen. Tequila hat sich gut erholt und lebte noch einige Zeit munter und gesund bei uns. Leider starb sie dann an Altersschwäche.
Madenbefall

Zu diesem Bild muss man denke ich nicht viel sagen! 
Das Tier wurde von Maden aufgefressen. Das kommt davon wenn man seine Tiere nicht regelmäßig anschaut. Und zwar von allen Seiten, auch von unten, vorallem wenn sie draussen im freien sind.
Bei einem Abgabeweibchen waren beide Zitzen so voll mit Krusten, dass sie erst einmal eingeweicht werden mussten bevor man es entfernen konnte. Dies kommt von Hormonstörungen bei reiner Weibchenhaltung ohne Kastrat.
Joker

Joker wurde bei uns zusammen mit einem Meeri abgegeben. Das Meeri hatte einen Golfballgroßen Schilddrüsentumor und ist bei der Behandlung gestorben. Das Kaninchen Joker wurde mit diesen Stoßzähnen so abgegeben, abgemagert und schwach. Das haben die Leute nicht bemerkt!!!! Das ist das Ergebnis von mindestens einem Jahr Zahnfehlstellung. Ein Wunder das Joker das überlebt hat. Heute hat er ein tolles zu Hause bei anderen Kaninchen und freut sich bester Gesundheit. Bis heute warten wir auf die versprochene Spende für das Geld das ich privat für dieses Kaninchen investiert habe. Es waren mehrere Hundert Euro, denn geimpft kastriert und gesund war Joker natürlich auch nicht!
Zysten

Dieses Schweinchen wurde mehr tot als lebendig beim Tierarzt abgegeben. Sie würde schon lange nicht mehr gut fressen, sei total abgemagert.

Bei diesen Zysten wohl kein Wunder!

Das Tier musste elendig leiden, da die Besitzer nicht nach ihr geschaut und die Zysten durch regelmäßiges abtasten erkannt haben. Die Zysten haben so viel Platz eingenommen, dass die anderen Organe nicht mehr richtig arbeiten konnten. Dabei wäre eine frühzeitige Behandlung ganz sicher erfolgreich gewesen. Sie starb auf dem Behandlungstisch beim letzten Versuch sie zu füttern. Keine Einzelhaltung und eine Haltung mit Kastrat können solchen Zysten vorbeugen.
Kieferabzess/Krallen

Kieferabszesse kommen sehr oft bei Meeris vor, doch um sie rechtzeitig zu erkennen, ist es notwendig die Tiere einmal in der Woche gründlich durchzuchecken und zu wiegen!

Die Krallen waren angeblich frisch geschnitten vom Tierarzt!
Shey kam von einem Notfall mit anderen Weibchen. Eine Gaststätte hatte ein Freilandgehege in dem sich allerlei Tiere freilaufend sich selbst überlassen waren und sich wild vermehrten. 
Das Veterinäramt wurde eingeschaltet und so kamen 4 dieser Notschweinchen zu uns. Die anderen waren für den Transport zu schwach. Das Einfangen der Tiere war sehr mühsam, da sie sich in Gängen, Höhlen und Gerümpel versteckt hatten. Da wir von Inzucht ausgehen, kann bei den Babys leider alles möglich sein.                    

Shey Hat ihre 3 Babys auf die Welt gebracht. Eins war leider tot. Sie ist von der Geburt sehr geschwächt und hat lange geblutet. Wir hoffen es entsteht keine Toxikose, sie bekommt Medikamente und war beim Tierarzt.      

Leider geht es Shey von Tag zu Tag schlechter. Nun bekam sie noch ganz schlimmen Durchfall und schwere Atemnot. Medikamente schlagen bisher nicht an und das päppeln ist sehr schwer wenn sie kaum Luft bekommt. Es sieht nicht gut aus! 

Shey wurde heute operiert, sie hatte eine Magendrehung. Es geht ihr den Umständen entsprechend gut und Gurke würde sie auch schon gerne selbst futtern, wegen der Aufgasung bekommt sie es natürlich nicht. Ihren Päppelbrei nimmt sie wiederwillig mit viel überreden an und schluckt ihn. Mal sehen wie es weiter geht.  

Heute Morgen sah es schlecht um Shey aus. Die Atmung war wieder sehr pumpend und die Aufgasung schlimmer. Das einschläfern liegt heute sehr nahe, wenn es nicht besser wird, da sie wieder stark jammert beim atmen. Gurke hat sie wieder ignoriert. Verdacht auf Allergie gegen ein Medikament bestätigte sich nicht, habe extra ein Antiallergikum in der Apotheke geholt. Nachdem die Aufgasung langsam besser wurde, kam der Verdacht einer erneuten Magendrehung oder Verstopfung. Sie bekam einen Einlauf und Abführmittel. Seit der OP hat sie nur 5 halbwegs gute Köttel abgesetzt. Zum Abend hin wurde es Gott sei Dank wieder besser mit der Atmung.

Heute ist die Atmung gut geblieben, Päppelbrei nimmt sie aus der Spritze gut, aber nicht freiwillig. Gurke will sie immer noch nicht freiwillig nehmen. Heute keine Verschlechterung, aber auch nicht viel besser. Am Abend ist die Aufgasung nun wieder etwas besser. Die beiden Babys müssen jetzt von Hand gefüttert werden, da Shey und auch die anderen Mamas keine Milch mehr haben. Nun ist stündliches füttern angesagt, bei dem Shey auch ihren Päppelbrei immer wieder bekommt. Bis zum Abend immer noch keine Köttel, aber vom fühlen her ist der Darm ein wenig gefüllt.

Heute nochmal ein Röntgenbild, es sind Köttel im Darm und der Magen sieht bis auf die Aufgasung soweit gut aus. Wir haben nochmal Luft punktiert und sie bekommt nun eine höhere Dosis der Medikamente. Atmung ist noch ok, aber sie schluckt nun immer schlechter. Wir warten morgen nochmal ab, sollte es nicht wenigstens ein bisschen besser, hat der Darm wohl aufgehört zu arbeiten und wir müssen endgültig die Entscheidung treffen zum erlösen.

Heute musste Shey leider erlöst werden, sie war einfach zu schwach und konnte sich nicht mehr auf den Füsschen halten und wollte ihren Brei nicht mehr schlucken.

Am frühen Morgen bekam Stella-Luna Herzversagen und starb in meinen Armen, bis dahin ging es ihr sehr gut und ich kann mir nicht erklären, was da los war. Vermutlich wieder einmal Inzucht! 

Auch Mr. Ed starb in meinen Armen am Morgen ebenfalls an Herzversagen. 

Ich habe die 3 seit der Ankunft alle 2 Stunden zugefüttert und gepäppelt. Ich habe Nachts nicht mehr geschlafen, musste ja auch alle 2 Stunden raus. Und es war alles vergebens. 

Vielleicht können nun einige verstehen warum ich so dermaßen sauer werde wenn man meint man muss seine Meeris einfach mal so vermehren! 
Das kommt dabei raus und wir dürfen es ausbaden, vom Leiden der Schweinchen ganz zu schweigen.
Lizzy wurde mit einigen Artgenossen als Spielzeug für die Enkel angeschafft. 
Doch Lizzys Artgenossen sind leider alle nach und nach gestorben und sie blieb übrig. Weil ihre ehemalige Halterin dachte, dass sie sowieso auch bald sterben wird und weil es ihr sehr schlecht ging nach dem Tot des letzten Partners, lies man sie alleine zurück zum sterben. 
Einen Tierarztbesuch hielt man nicht für nötig, warum auch, sie sollte ja sowieso sterben! Da sich Lizzy aber wieder erholte, machte sich die Besitzerin doch auf den Weg zum Tierarzt, weil sie nicht nur Milben hatte, sondern auch hochgradig Pilz, ausserdem Zysten und ein Problem mit dem Knie oder der Hüfte. Vermutlich ausgekugelt, ein alter Bruch???? 

Da Sie nun doch noch lebte, brachte die Besitzerin sie zu uns, damit sie wieder Gesellschaft hat.  
Da die Knieverletzung alt ist und sie damit relativ gut laufen kann, muss man hier nichts weiter unternehmen. Da die Milben so extrem sind, bekommt sie beim kratzen und berühren epileptische Anfälle und kippt um. Lizzy bekommt  Antibiotika, Pilzmittel, Schmerzmittel, ein Medikament gegen den Juckreiz, ein Medikament gegen Milben und natürlich Vitamine sowie Aufbaupräpaparate. 
Ein anfassen ist leider nur mit viel Gegenwehr auf Grund der Schmerzen möglich. Man kann ihr kaum ans Mäulchen fassen um ihr die Medikamente in den Mund zu geben, sofort schreit sie ganz fürchterlich durch die Schmerzen. 
Mal wieder Harnsteine - entstanden durch falsche Ernährung mit Salz- und Mineralsteinen, Getreidehaltiges Trockenfutter, Karottengrün, Luzerne, usw.

Eitriger Eierstock/Gebärmutter

So sieht ein vereiterter Eierstock aus, kurz vor dem platzen mit gestauten Adern! Wir konnten ihr leider nicht mehr helfen.

Ekzem/Mundfäule

Dieses Schweinchen hatte ein eiterndes Ekzem an den Schenkelinnenseiten, an den Geschlechtsorganen und am Mund. Das Mäulchen war auch schon innen von einer Art Fäule befallen. Das Tier konnte nichts mehr fressen und hatte unsagbare Schmerzen! 
Mikosch

Mikosch entdeckte ich in einer Kleinanzeige im Nachbarort. Auf dem Bild war ein Meeri zu sehen in einem Käfig der nicht mal für einen Hamster annähernd ausgereicht hätte. Das Haus, welches ohnehin schon zu klein war, passte nicht mal hinein und stand schräg im Käfig. Kein Wasser, kein Heu, nur eine kleine Schüssel voll mit Trockenfutter. 

Ein Anruf brachte das Ergebnis, das die Leute mit dem Tier noch Geld machen wollten und unverschämt wurden, ihre Haltung sei in Ordnung und keinesfalls schlimm. Ich schaltete das Veterinäramt ein. Doch natürlich haben auch andere Leute dieses furchtbare Bild gesehen, gehandelt und das Schweinchen frei gekauft und zu mir gebracht, bevor das Veterinäramt es befreien konnte. So kam Mikosch zu mir. 

Anfangs ging es ihm erstaunlich gut, gelaufen ist er nicht viel, doch das haben wir einfach darauf geschoben dass er sich ja seither auch gar nicht bewegen konnte. Mit der Zeit wurde es auch nicht besser und er bekam Schmerzen. Ein Röntgenbild brachte dann das schlimme Ergebnis zum Vorschein. 

Mikosch wurde vermutlich als Baby in diesen Käfig gesteckt. Er konnte sich nie bewegen und seine Muskeln, Sehnen und Knochen konnten sich durch den Bewegungsmangel im Wachstum nie richtig entwickeln. Seine Knochen waren deformiert, er hatte massive Mangelerscheinungen und Osteodystrophie. Wir haben ihm in diesem Zustand nicht mehr helfen können und mussten ihn einschläfern lassen. Er war so ein tolles Schweinchen und so unendlich dankbar.

Ausgesetzt im Karton

Eine Spaziergängerin fand mit ihrem Hund in einer Gartensiedlung bei Kornwestheim/Stuttgart in einem Gebüsch einen Karton mit 7 Meerschweinchen. Der Karton stand wohl schon einige Zeit und mindestens eine Nacht dort, denn er war komplett durchgeweicht. Eine Anzeige bei der Polizei wurde erstattet. Die kleinen sind soweit munter, aber haben sich wohl erkältet. Es waren 4 Babyböckchen, höchstens 2-3 Tage alt, eine Mama und 2 Weibchen. Alle müssen erstmal ihre Karantäne absitzen und die Jungs dann später kastriert werden. So lange sitzen sie bei mir und würden sich über das ein oder andere Futtergürkchen freuen.

Glatti

Glatti wurde bei mir von einer Tierheilpraktikerin abgegeben, ihr vorletztes Tier sein gestorben und sie möchte sie nun abgeben damit sie nicht alleine sein muss. Glatti hätte einen Scheidentumor. Nach dem ersten Check-Up war mir klar, dass das keinesfalls ein Tumor sein kann. So hart ist kein Tumor. 

Das Röntgenbild zeigte einen riesigen Harnstein in einem Ausmaß, das man nicht begreifen kann.

Glatti wurde operiert, hat es aber leider nicht geschafft.

Ballenabszesse

Ballenabszesse werden übrigens verursacht von zu langen Krallen und Pelleteinstreu.

Auf den Bildern sind Krallen zu sehen die angeblich frisch vom Tierarzt geschnitten wurden!   

Hatschi

Hatschi kam eigentlich "nur" mit etwas schrägen Schneidezähnen zu uns. Nachdem alles wieder in Ordnung war bekam er plötzlich einen Abszess am Kiefer, den wir trotz mehrmaliger Behandlung nicht in den Griff bekamen, da die Kapsel zu weit innen war. Wir haben ihn operiert und es kam ein 2. Abszess zum vorschein, welcher gleich mit entfernt wurde. Leider hat es Hatschi trotz aller Mühe und fast 300 € Tierarztkosten nicht geschafft!!!

Die Leute die ihn abgegeben haben sagten beim gehen noch es fällt uns so schwer, wir melden uns auf jeden Fall um zu fragen wie es ihm geht. Es kam keine einzige Nachfrage! Wir trauern um unseren so tollen Hatschi, er war so ein toller Kämpfer!

Verfilzung/Auge

6 Merino Meeris wurden verschenkt. Wie Tiere die in einer Familie leben so vernachlässigt werden können ist unbegreiflich. Die Filzbollen waren bis auf die Haut fest mit Urin, Streu und Kot verklebt. Ein Auge eines Schweinchens hatte wohl mal eine Verletzung. Auf der Hornhaut sammelte sich Dreck der so fest war, dass es wie eingebacken war. Vermutlich bleibt es auf dem Auge blind.

Mehr...

Unerwähnt lassen möchten wir auch nicht die vielen Schweinchen die wir aus Einzelhaltung befreien mussten und nur durch eine angedrohte Vertragsstrafe, mit dem Veterinäramt oder mit ähnlichem heraus holen konnten. Die Leute waren so überzeugt davon dass es ihren Tieren bestens geht. Diese Tiere hatten Tumore, waren abgemagert, hatten schlimme Krankheiten die sie lange Zeit schmerzvoll mit sich herum getragen haben. Bei uns haben sie dann natürlich auch keine Chance gehabt und mussten erlöst werden. Dieses Bild haben wir immer wieder. Und die Leute mit denen wir uns deswegen am meisten verärgern, diesen Tieren geht es oft am schlechtesten. 

Im Tierschutz zu arbeiten heisst nicht nur bei einem Anruf ein tolles Schwein abgegeben zu bekommen, welches man sofort in tolle Hände weiter vermitteln kann. Wir müssen uns Tag täglich mit so vielen verständnislosen und egoistischen Menschen herum ärgern und das nur zum Wohl der Tiere.

Wenn uns nur jeder das glauben würde was wir immer und immer wieder in unseren Beratungen rauf und runter predigen, wäre den Tieren viel geholfen.

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